Die vergänglichkeit der Natur,
die Veränderung der Form durch den natürlichen Prozeß
interessieren Frank Czaplinski. Ob es nun Blumen, Früchte oder
ein Tierschädel ist, der Bochumer findet über Experimente und
lange Beobachtungen und Untersuchungen zu seinen ausdrucksstarken Bildern.
Ölbilder, Zeichnungen und
Radierung zeigt seine umfangreiche Ausstellung im Musischen
Zentrum der Ruhr-Universität. Am Musischen Zentrum arbeitet
Frank Czaplinski seit fünf Jahren. Die gezeigten Arbeiten
entstanden alle in den letzten zwölf Monaten.
Vor der Natur malte der Bochumer,
der seit kurzem an der Kunstakademie in Düsseldorf studiert,
Bäume oder Wurzeln; größere Bilder entstehen im Atelier. Immer
wieder beschäftigt er sich mit einem Thema. Mehr noch als die
blühende Pracht fasziniert den Künstler bei seinen
"Blumensträußen" die verblühende Blüte, die
Veränderung der Formen und Farben.
Formen und Farben bestimmen so
auch die Bilder von Czaplinski. Ruhige Flächen neben bewegten
sorgen für Spannungsreichtum, dazu füllt das Motiv meist die
gesamte Fläche.
Ronny von Wangenheim
anläßlich der Ausstellung "Musisches Zentrum" der
Ruhr-Universität Bochum 05.12.86