Jón Thor Gislason
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  Jón Thor Gislason ist ein isländischer Künstler, was für seine Auffassung von Zeit und seine Vorstellung von Gleichzeitgkeit ausschlaggebend ist. Noch bis ins letzte Jahrhundert hinein verharrte Island in einer Art mittelalterlichen Isolation. Viele Bräuche und Sitten, so wie der "Elfenglauben" sind auch heute noch lebendig.

In seinen Bildern zeigt Jón Thor Gislason persönliche Spiegelbilder seiner Erlebnisse. Farbe, Form und Linie der Bilder erstrahlen in eine Ruhe des Zeitlosen.

Die Farbigkeit seiner Gemälde besticht durch ihre Impression. Die dargestellten Szenen leben von seiner symbolischen Formgebung.

Alle Menschen, die in seinen Bildern fast ausnahmslos unangeschnitten und unverdeckt dargestellt werden, scheinen in ihrer eigenen Welt zu leben. Der Bildraum erschafft eine Beziehung zwischen den Menschen. Gegenstände im Raum korrespondieren. Wahrhaftigkeit scheint auf. Seine Bilder zeigen das Geheimnis, das sie hüten, aber sie enthüllen es nicht.

Uns begegnen Märchen, Erscheinungen, Zauberkind, Miriam auf der Grenze zwischen Kindheit und Erwachsenseins. Selten blicken Figuren den Betrachter an. Hiermit nimmt der Maler klare Gegenposition zur bloßen Unterhaltung ein. Seine Bilder dringen unter die Oberfläche des Bekannten. Wie ein mittelalterlicher Künstler vereinigt Jón Thor Gislason auch unterschiedliche Lebensabschnitte eines Menschen auf seiner Bildfläche.

Der Betrachter begegnet diesen szenischen Gemälden mit eigener Assoziation. Es spiegeln sich Geschichten, die zwischenmenschlichen Situationen entstammen.

Durch die nebelig vermalten Farbgrenzen verweist er auf eine andere Welt von vieldeutiger Mystik. Der Betrachter gewinnt zunehmend, während des Betrachtens der Bilder von Jón Thor Gislason, eine märchenhafte, zeitlose Empfindung...

 
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