Emil Gropoz
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Emil Gropoz erschafft in der Performance Konfrontation des Bekannten mit dem Unerwarteten.

In seiner Arbeit stellt er sich der Wahrnehmung neu. Scheinbar bekannte Alltäglichkeit wird auf ihre Außen- und Innenwelt hinterfragt. Hierbei arbeitet er mit dem Mittel der Überraschung. Die Besucher, der Ort und die Zeit der Performance werden aus einer Anonymität bestimmt. Wir finden Kunst; - Unbekanntes?

Uns begegnen alltägliche Handlungen und Bewegungen, die durch künstlerische Überhöhung die Möglichkeit der freien Assoziation geben. In einer Art angewandter Philosophie erreicht Gropoz eine tiefere Symbolik der Künstlichkeit des Alltäglichen.

Ein Feld wird abgesteckt, der Platz durch projektiertes Licht markiert, Reinigungsmittel gebraucht, Geruch verteilt, Sauberkeit geschaffen; - für einen Augenblick von unbestimmter Dauer erschaffen und als Video aus dem Blickwinkel des Künstlers erfaßt.

Seine Haltung den Dingen gegenüber offenbart sich uns auch in seinen Gedichten, die aus Ihm wie aus einem Wasserfall rinnen: "Ein kurzes Gedicht über einen Griff" macht wie seine weiteren Manuskripte "Axt" und "Besen" deutlich, daß dieser Künstler sich dem Versuch unterstellt Zeuge ohne Wertung zu sein.

In einer Art beobachtender Assimilation verbindet er Geist und Handlung seiner Performance mit äußerer und innerer Reinigung. Wir fühlen uns an rituelle Waschungen und Reinigungen vieler Kulturen erinnert. Seine zeremoniell anmutende Botschaft verbindet uns so mit einer anderen, neuzeitlichen Performance.

"Wir sind die Roboter" meint man zu hören, wenn man die animierte Fotodokumentation der Performance "-expanse-" betrachtet.

 
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