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Offenheit in viele Richtungen prägt das Werk von Veka Shakulashvili. Sie
malt in Mischtechnik auf Karton und Leinwand, vereint Malerei mit
plastischen Elementen und verleiht so ihrem Werk die Möglichkeit,
verschiedenste künstlerische Bereiche zu umfassen. Das Interesse an
Strukturen übergreift das gesamte Werk. Veka Shakulashvili bearbeitet
die Oberfläche der Bildträger, indem sie die Oberfläche verletzt oder
Farbe auf die Leinwand tröpfelt - allen Arbeiten gemein sind Strukturen,
die sich gegeneinander absetzen, einander kontrastieren und so das Bild
organisieren.
Ihre frühen Arbeiten in Erdfarben besitzen Ursprünglichkeit und
archaische Gestaltungen. Bilder wie "Paradies" von 1993 oder "Opfer" von
1994 haben Orte und Situationen als Bildmotiv, die auf die Ursprünge der
Menschheit verweisen und sich durch natürlich-primitivistische Züge
kennzeichnen. In Bildern wie "Ohne Titel"
von 1992 und "She" von 1993
stehen der Mensch und sein Körper im Mittelpunkt und werden durch
ornamentale Behandlung der Kontur veranschaulicht.
Die späteren Arbeiten werden konzeptioneller und greifen zunehmend in
den Raum über. In "Ohne Titel" von 1997 verbindet ein an der Leinwand
befestigtes Seil die Bildfläche mit der Betrachterrealität. Gleichsam
raumerfassend ist "Ohne Titel" von 1998, in dem Reales und Abgebildetes
einander kontrastieren. Auch die Farbigkeit verändert sich und neigt in
den späten Werken zu kühleren Tönungen. Gegensätze werden deutlich: Veka
Shakulashvili kobiniert Raum mit Fläche, Abbild mit Realität,
tiefgründige,weiche Strukturen mit feinem malerischen Gestus wie in der
3D-Komposition von 1998.
Anja Gerritzen, 1999
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