| Klaus Trawny |
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Kunstwerke
Biographie
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Der Künstler Klaus Trawny zeigt bildnerisches Schaffen mit den graphischen Mitteln der Radierung.
Bildmotive wie z.B.: "Felsig" oder "Durchblick" und "Wildwuchs" werden mit unterschiedlichen Techniken der Radierung visualisiert. Mit der Kaltnadel werden Striche in die Zinkplatte geritzt, die im Tiefdruckverfahren auf dem Blatt als schwarze Striche erscheinen. Der Radierer muß während dieser Gestaltung "spiegelverkehrt" denken, denn im Druck erscheint die Zeichnung gespiegelt. Durch teilweises abdecken der Platte mit Asphaltlack werden Flächen freigestellt, oder mit Hilfe von Zuckertusche und Asphaltlack im Wasserbad freigesprengt. Im Folgenden werde diese Flächen mit Säure geätzt. Die Körnung in den Graustufen wird durch das Bestauben mit Kolophonium und durch das Aufschmelzen erreicht. Die auf diese Weise erzielte sandpapierartige Fläche sammelt die Druckfarbe der Körnung und Ätzung entsprechend und läßt jeden gewünschten feinen Übergang zu. Jede Graustufe einer Platte resultiert aus jeweils einem technischer Arbeitsvorgang. Diese traditionsreiche graphische Technik beherrschen heute in ihrer Gesamtheit nur noch wenige Künstler. Klaus Trawny wählt, je nach Bildidee, eine Methode aus, die den Charakter seiner Bildvorstellung am deutlichsten zum Vorschein kommen läßt. Die so geschaffene Druckplatte wird von einem Drucker geschwärzt und von Hand poliert. Die Tiefen und Grate binden die Farbe, die im Druck auf das Papier übertragen wird. Jeder Druck weist durch dieses Handwerk kleine unterschiedliche Nuancierungen auf und kennzeichnen jedes Blatt. Bei den von ihm erstellten Kunstwerken handelt es sich also nicht, - wie man leicht meinen könnte -, um Bearbeitungen und Verfremdungen von photographischen Vorlagen, sondern um eine eindrucksvolle Bildfindung. Grundlage und Ausgangspunkt ist immer die blank polierte Zinkplatte, die nach unzähligen Arbeitsschritten das Bildmotiv nach dem Druck eindrucksvoll hervortreten läßt.
Auf diese Weise ist jedes, uns scheinbar bekannte Bildmotiv nicht Abbild, sondern eine
Folge purer künstlerischer Schöpfung.
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